Gerber RS274

Das Gerber-Format wurde ursprünglich für die Steuerung von Photoplottern verwendet. Hierbei wird zwischen Lichtquelle und lichtempfindlichen Film eine Blende eingebracht die je nach Anforderung unterschiedliche Form und Größe besitzt. Durch das Öffnen und Schließen der Blende und das Verfahren des Filmtisches wurden die Leiterbild- Informationen auf den Film gebracht. Die Photoplotter sind heute durch Laserplotter ersetzt.

Das Gerber-Format ist eine Variante des herkömmlichen NC-Formats. Von herkömmlichen NC-Formaten, wie z.B. Bohrdaten, unterscheidet es sich nur durch die Blendenwählcodes. Die Daten sind dabei in Blöcken angeordnet die eine Kombination der Kommandos für die Blendenauswahl, Blendenmodus (Blende auf/zu) und Bewegung (X- Y-Koordinaten) beinhalten. Die Daten werden blockweise verarbeitet. Um die Blenden am CAM-System definieren zu können wird eine Blendenliste benötigt die die Form und Größe der Blenden beschreibt. Diese muß meist manuell in das CAM-System eingegeben werden. Dies stellt einen erheblichen Aufwand für den Leiterplattenhersteller dar.

Beispiel für eine Blendenliste Beispiel für eine Gerber-Datei
D11 round 4 G54D10*
D12 round 8 X0000Y0000D01*
D13 square 4 X0000Y1000D02*
D14 square 8 X1000Y1000D02*
X0000Y1000D02*
  X0000Y0000D02*
Datenart Beschreibung
Designlagen Jeweils eine Datei pro Lage
Kontur Jeweils eine Datei für Einzel- /Nutzenteil inkl. Ausbrüche und NDK Slots. Nur Konturlinien mit minimaler Vermassung (Konturaußenmasse, Vermassung Lochfeld zu Kontur, Platzierung Einzel im Nutzen)
Bohrdaten Jeweils eine Datei für DK/NDK/sequentielle (DK Slots bitte in die DK Bohrlage einbringen)
Durchmesser im Fileheader definieren.
Im Format Excellon oder Sieb & Meyer
Blendenbeschreibung Der Datensatz muss immer eine D-Code Tabelle enthalten
Komprimierung Die oben aufgeführten Daten müssen in einer komprimierten ZIP Datei zusammengefasst sein.
So können Sie uns die Daten mit dem Online Bestellformular problemlos übermitteln.