Juli 2018: Würth Elektronik gewinnt IHK-Forschungstransferpreis in Gold

Mit TWINflex-Stretch beginnt die Zukunft flexibler und dehnbarer Leiterplatten

Würth Elektronik CBT hat gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) den diesjährigen Forschungstransferpreis der IHK in Gold gewonnen. Dabei handelt es sich um einen Preis, der besonders gelungene und erfolgreiche Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auszeichnet. Ausgezeichnet wurde die Innovation, Leiterplatten flexibel und dehnbar zu machen. Bis dahin undenkbar.

Überreicht wurde der Preis bei einem feierlichen Festakt der IHK in Heilbronn an Dr. Alina Schreivogel aus dem Forschungs- und Entwicklungs- (F&E-) Bereich der Würth Elektronik CBT in Rot am See und Dr. Thomas Löher vom IZM.

Die Laudatoren würdigten damit die Idee, anstatt starrer, kabelgebundener Leiterplatten dehnbare, flexible Leiterplatten zu entwickeln sowie den Erfolg, diese zur Serienreife zu bringen und am Markt unter dem Namen TWINflex-Stretch zu platzieren.

Mit dieser Technologie können komplexe elektronische Systeme und Sensoren nun beliebig, beispielsweise an den Körper oder an Wearables und Textilien, angepasst werden. Ein absolutes Novum.

Um dies zu demonstrieren, wurde bei der Preisverleihung eine Radlerjacke mit Blinksignalen vorgestellt: Andere Verkehrsteilnehmer sehen nicht nur den Radler, sondern können auch noch anhand der Blinkgeschwindigkeit abschätzen, wie schnell der Radler fährt.

Zur Anwendung kommt die Innovation auch bereits in der Medizintechnik für Neu- und Frühgeborene, eingebracht in einen Messgürtel, der dem Baby aufgelegt wird. Dieser misst sanft und schonend Herz- und Lungenfunktionen, ohne Implantate oder sonstige Eingriffe und macht ständigen Überwachung mittels Röntgen überflüssig.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten bieten die Bereiche Smart- und Soft-Robotik, Automatisierungstechnik, Sensorik und Automotive.

Für den notwendigen Innovationsschub sorgte die Idee, hautfreundliche und weiche Polyurethane als neues Basismaterial einzusetzen – diese Basis kennt man unter anderem als Lederimitat oder Bauschaum. Dies wurde gekoppelt mit einer dehnbaren mäanderförmigen (wellenförmigen) Kupferstruktur.

Der Moment, als die ersten TWINflex-Stretch-Proben intakt aus dem Galvanikbecken kamen, bleibt Dr. Alina Schreivogel in nachhaltiger Erinnerung: „Es war unglaublich. Wir haben kaum gewagt zu atmen und waren überglücklich, als wir das Ergebnis vorliegen hatten.“

Würth Elektronik freut sich mit seinem F&E-Team sowie allen direkt und indirekt Beteiligten über diese Bestätigung einer wichtigen und erfolgreichen Arbeit.

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